In Lichinga entsteht etwas Neues! Dank des tatkräftigen Engagements von Dr. Peg Cumperland wird gegenwärtig am lokalen Krankenhaus, dem "Centro de Saude," in Lichinga in Mosambik ein Ersatzneubau gebaut, der einen seit Jahren baufälligen und geschlossenen Krankenhaustrakt ersetzen soll. Die Arbeiten sind soweit im Plan. Aber es ist noch viel zu tun, auch wenn bald, wie man auf dem Foto sehen kann, Richtfest gefeiert werden dürfte. Und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, dass Mütter und Kinder wieder ihre Behandlungsräumlichkeiten (etwa zum Impfen von Kleinkindern oder auch das monatliche Wiegen) nutzen können! Wir sind froh, dass wir dieses Bauvorhaben aus unserem Stiftungsumfeld mit fördern konnten und drücken Dr. Cumperland weiterhin die Daumen für einen erfolgreichen Bauabschluß.

  KH Lichinga Rohbau

Das Jahr 2019 nähert sich seinem Ende. Zeit für einen Jahresrückblick. Für uns als Heider-Kober-Stiftung war es ein sehr reiches Jahr. Davon zeugen diverse Treffen und so manche Aktionen, die wir auch dieses Jahr mit initiieren und  begleiten konnten.

Doch der Blick auf unsere Stiftung ist natürlich nur die eine Seite der Medaille; auch die Umwelt unserer Stiftungspartner und Stiftungspartnerinnen gilt es da zu betrachten. Und so erfreulich die Entwicklungen in der kleinen Ortschaft Boboyo in Nordkamerun oder aber auch bei der von uns mit unterstützten Schule auf der Straße im philippinischen Cebu sind, so tragisch waren die Nachrichten aus Mosambik zu Beginn des Jahres 2019: Die Zyklone Idai und Kenneth hatten im März bzw. April 2019 in den Provinzen Sofala, Manica und Tete bzw. in der Provinz Cabo Delgado im Norden schwere Schäden verursacht. Darüber hinaus wurde nahezu die gesamte Jahresernte und auch das Saatgut für die neue Aussaat vernichtet. So groß das internationale und nationale Engagement in Mosambik auch war, auch unsere Stiftungspartnerin Heide Zwirner reiste etwa als Freiwillige ins Katastrophengebiet, um dort als Krankenschwester aktiv zu werden, die Lage vor Ort ist immer noch sehr instabil. Überfälle und Einbrüche, zum Teil auch aus der Not geboren, haben sich gehäuft. Auf diese Situation haben wir zum Einen mit einer Art Nothilfe reagiert, die Heide Zwirner bei ihrer Tätigkeit im Katastrophengebiet unterstützen sollte. Des Weiteren haben wir natürlich auch geschaut, dass wir Heides lang- und mittelfristige Arbeit weiterhin finanziell unterstützten, so dass dadurch so mancher Familie mit Nahrungsmittelgaben, medizinischer Versorgung und Therapien geholfen werden konnte. Darüber hinaus unterstützen wir Heides Arbeit auch weiterhin mit Sachspenden (Verbandsmaterial, rezeptfreie Medikamente, Spielzeug, Kinderkleidung) jeweils zu den christlichen Hochfesten an Ostern und Weihnachten. Für ihr großes Engagement in Lichinga (Mosambik) sind wir Heide Zwirner sehr dankbar!

In Boboyo (Nordkamerun) konnten dahingegen weitere Ernten unseres Gemeinschafts- und Schulgarten eingefahren werden; zur Freude und Dank des großen Engagements aller Beteiligten. Um die Zusammenarbeit zwischen Vorschule und Kooperative strukturell zu optimieren und zu unterstützen, haben wir zudem die langfristige Finanzierung einer entsprechenden Stelle übernommen. Am meisten haben wir mit unserem Stiftungspartner Fred-Eric Essam von ident.africa e.V. dieses Jahr aber über Fußball geredet! Als Idee stand die Durchführung eines kleinen Fußballturniers in Boboyo im Raum. Pate hierfür hatte übrigens die Mini-Olympiade des katholischen Dekanats Hannover, an der ich Ende der 70er/Anfang der 80er öfters mit großer Begeisterung teilgenommen hatte, gestanden. Aber es wurde nicht nur geredet, sondern auch in die Tat umgesetzt. Das erste Fußballturnier in Boboyo war ein schöner Erfolg und soll für die Schüler und Schülerinnen auch im nächsten Jahr ein kleines sportliches Highlight werden. An der  Finanzierung der Krankenschwesterstelle von Sarah Klang halten wir auch im nächsten Jahr weiter fest; zudem haben wir ihr seit diesem Jahr auch ein kleines Budget für Sachkosten bewilligt.

Dem Projekt "Schule auf der Straße" im philippinischen Cebu der Aktion Wasserbüffel e.V. haben wir auch in 2019 die Treue gehalten. Hier erhalten Straßenkinder die Möglichkeit, sich auf die Schule vorzubereiten, um so den Schritt in ein normales Leben vollziehen zu können. Für 2020 ist dieses Projekt bei uns ebenfalls weiterhin gesetzt.

Was war sonst noch los in 2019? Ende März hatten wir uns zu einem kleinen Stiftungstreffen in Kandern-Tannenkirch versammelt, wo wir auch über weitere Ideen sprachen, die aber letztlich noch nicht spruchreif sind.

Durch den 80ten Geburtstag von Monika Heider wurde unsere Stiftung reich beschenkt. Statt Geschenke kamen wir in den Genuss eines vierstelligen Spendenbetrags, den wir natürlich für die weiteren Aufgaben der Stiftung verwenden werden. An alle Spender und das Geburtstagskind noch einmal ein großes Danke schön!

Zudem gab es in diesem Jahr ein weiteres Jubiläums-Geburtstagskind: Irmgard Rösch, die aktuelle Vorsitzende und einstige Mitbegründerin des Freundeskreis Villingen-Oradea e.V., hat Anfang Juni ihren 85. Geburtstag gefeiert. Rumänien ist ihr weiterhin eine Herzensangelegenheit und wir werden den Freundeskreis auch wie dieses Jahr weiterhin mit einigen Sachspenden unterstützen.

Was uns besonders freut, ist dass Fred-Eric Essam von der Bundesregierung in die Fachkomission Fluchtursachen berufen wurde und dass Christoph, Dank seiner Arbeit bei der Europäischen Handelskammer in Korea, die Chance zu einem Gespräch mit dem ehemaligen UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte. Auf einer anderen Ebene steht die bevorstehende Wahl Stephan Heiders in den Vorstand des Fördervereins der Tullaschule Freiburg e.V.

2020 werden wir unsere Förderung zunächst auf die Finanzierung der beiden Planstellen (Krankenstation und Gartenprojekt) sowie das Fußballturnier in Boboyo, auf die Unterstützung der medizinischen Arbeit von Heide Zwirner sowie der Schule auf der Straße in Cebu konzentrieren. Ggf. kommen wir im nächsten Jahr auch beim Lieferkettengesetz und dem Vertrieb von in Boboyo produzierten Textilen einen Schritt weiter. Interessant sind die Themen auf alle Fälle.

Wer unsere Projektarbeit unterstützen möchte, um so die Welt ein wenig freundlicher zu machen, kann dies 2020 auch gerne wieder tun.Die entsprechenden Bankverbindungen finden Sie unter dem Reiter "Wie kann ich helfen?"

An dieser Stelle möchten wir uns bei Ihnen bzw. Euch für die in 2019 geleistete Unterstützung, sei es durch Spenden, Ideen, Fußbälle und gute, kritische Gespräche, herzlich bedanken! Ohne Sie bzw. Euch hätten wir das Jahr 2019 nicht so erfolgreich gestalten können. Vielen herzlichen Dank dafür!

Für 2020 wünschen wir Ihnen alles erdenkliche Gute!

Ihre

Heider-Kober-Stiftung

 

Jetzt hat es doch noch geklappt, das Treffen mit unserer Projektpartnerin Heide Zwirner. Getroffen haben wir uns diesmal in Darmstadt! Heide, die für ein paar Wochen auf Heimaturlaub im Hessischen war, hatte viel von ihrer Arbeit in Mosambik zu berichten. Da sind so manche Patienten in Lichinga, die Heide medizinisch mit betreut und die ohne sie im mosambikanischen Gesundheitssystem keine Chance auf Therapie resp. Gesundung hätten. Bedingt durch die beiden starken Taifune Idai und Kenneth im Frühjahr 2019 ging es für Heide zudem auch noch einmal zurück in ihre vorherige Einsatzprovinz Manica, wo sie einen mehrwöchiger Einsatz im Überflutungsgebiet absolvierte. In Mosambik wartet viel Arbeit auf sie. Entscheidend wird sein, wie das Problem des zerstörten Saatgutes gelöst wird und wie die nächste Ernte ausfällt. Auch hier brauch Mosambik weiterhin Ihre Unterstützung!

Die Vorfreude auf das erste Fussballjugendturnier in Boboyo war enorm. Das Engagement auf mehreren Kontinenten ebenso. Auch einige deutsche Fussballvereine waren mit Sachspenden behilflich. Ihnen allen gebührt ein großes "Dankeschön!" Aber auch vor Ort wurde einiges geleistet. Nicht nur der Fussballplatz musste vorbereitet werden. Trainiert wurde natürlich ebenfalls! Ende September war es dann soweit. Anpfiff! Es gab tolle Spiele und schöne Tore zu sehen. Und: Alle Beteiligten hatten enormen Spaß dabei! Für uns als Stiftung ist klar: Das Turnier werden wir im nächsten Jahr wieder unterstützen und mit organisieren, so dass sich das Kinder- und Jugendfussballturnier in Boboyo als ein kleiner sportlicher Höhepunkt in der Region etablieren kann und die Kinder sich darauf freuen und trainieren können.

Bald ist es soweit. Im Otober 2019 startet das erste von der Heider-Kober-Stiftung und ident.africa e.V.gemeinschaftlich organisierte Schulfußballturnier im nordkamerunischen Boboyo. Gespielt wird in drei verschiedenen Altersklassen (C- bis A-Jugend). An den Start werden sowohl einige Jungen- wie auch Mädchenmannschaften gehen. Aktuell herrscht vor Ort eine regelrechte Euphorie vor. Noch gilt es einige Sachen vorzubereiten. Einige Fussbälle aus der ersten Charge, Schuhe, Stutzen sind bereits in der letzten Woche in Douala (Kamerun) angekommen und müssen nun noch ca. 1500 km über Land nach Boboyo gebracht werden. Fred-Eric Essam von unserer Partnerorganisation ident.africa wird ab dem 27. September vor Ort sein, letzte Vorbereitungen treffen und das Turnier eröffnen. Wir sind schon ganz gespannt und wünschen uns für das Turnier einen ganz tollen Verlauf! Wer das Fußballturnier noch unterstützen möchte, kann dies gerne tun, mit einer Spende unter dem Stichwort „Fußballturnier“ entweder an die Heider-Kober-Stiftung (IBAN: DE81 7002 0500 3751 6901 69 bei der Bank für Sozialwirtschaft) oder an ident.africa e.V. (IBAN: DE90 3705 0198 1901 9219 30 bei der Sparkasse Köln Bonn). Die Stiftung und der Verein sind offiziell als gemeinnützig und mildtätig anerkannt.

 

   
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