Gemeinsam mit unserem strategischen Partner ident.africa e.V. konnten wir dieses Jahr das Projekt "Ein Schul- und Gemeinschaftsgarten für Boboyo" in Nordkamerun auf die Beine stellen. Mit einem fünfstelligen Betrag haben wir dieses Projekt unterstützt, worauf wir auch sehr stolz sind.  Ohne Wasser kein Leben ... und so galt der Brunnenbau in unmittelbarer Nähe der dortigen Vorschule als die zentrale Grundvoraussetzung für dieses Projekt. Zudem wurde mit dem Brunnen die Trinkwasserversorgung für die Schüler und Schülerinnen deutlich verbessert! Die erste Hirseernte wurde bereits eingefahren und die neu gegründete Gartengenossenschaft denkt bereits über neue Anbauflächen nach! Das Projekt wurde von uns so gut es geht - inkl. der Heranziehung von Expertenwissen - vorbereitet. Was aber den Erfolg eines Projekts v.a. ausmacht ist, dass es vor Ort gut angenommen wird und, wie in diesem Fall, eine besondere Eigendynamik entwickelt: Die Rektorin der Vorschule ist mit dabei, die örtliche Krankenschwester ebenso, so wie weitere Schuleltern, die etwas bewegen wollen. Für den weiteren Erfolg des Schul- und Gemeinschaftsgarten sind dies mit entscheidende Schlüsselfaktoren.

Den Kontakt zu Heide Zwirner haben wir in 2018 ebenfalls weiterhin gesucht. Ihre medizinische Ausbildung ist in Lichinga/Nordmosambik Gold wert, die sie v.a. bei der Versorgung von Kindern mit einbringt. Aktuell unterstützen wir Heide über Päckchen und Geldspenden. Wir hoffen, dass wir da bald auch wieder in eine konkrete Projektfinanzierung mit einsteigen können.

Dem Projekt "Schule auf der Straße" im philippinischen Cebu der Aktion Wasserbüffel e.V. haben wir auch in 2018 die Treue gehalten. Hier erhalten Straßenkinder die Möglichkeit, sich auf die Schule vorzubereiten, um so den Schritt in ein normales Leben vollziehen zu können. Für 2019 ist dieses Projekt bei uns ebenfalls weiterhin gesetzt.

2019 werden wir unsere Förderung zunächst auf die Finanzierung der Krankenstation in Boboyo (Gehalt und Sachkosten) konzentrieren. Ein erstes Stiftungstreffen ist für den 23. März 2019 in der Nähe von Freiburg geplant, wo wir (auch) über neue Ideen beraten wollen.

Wer unsere Projektarbeit unterstützen möchte, kann dies 2019 auch gerne wieder tun.Die entsprechenden Bankverbindungen finden Sie unter dem Reiter "Wie kann ich helfen?"

An dieser Stelle möchten wir uns bei Ihnen für die in 2018 geleistete Unterstützung, sei es durch Spenden, Ideen und gute, kritische Gespräche, herzlich bedanken! Ohne Sie hätten wir das Jahr 2018 nicht so erfolgreich gestalten können. Vielen herzlichen Dank dafür!

Für 2019 wünschen wir Ihnen alles erdenkliche Gute!

Ihre

Heider-Kober-Stiftung

 

 

Der neue Rundbrief von Heide Zwirner ist online. Sie finden ihn unter dem Reiter "Aus den Projekten" und dort unter dem entsprechenden Link. Wie immer ist der Rundbrief lesenswert und enthält viele Neuigkeiten aus dem mocambiquanischen Lichinga, insbesondere natürlich Schilderungen über die Arbeit von Heide und so manches Einzelschicksal vor Ort. Für uns ist jeder Rundbrief von Heide ein Grund, sie weiter in ihrer dortigen Arbeit zu unterstützen! Allen Interessenten wünschen wir viel Spaß beim Lesen!

Am 25. September 2018 ist es soweit. Die Heider-Kober-Stiftung feiert ihren zehnten Geburtstag.

 

Zehn Jahre in denen wir einiges bewegt haben.

 

Angefangen hat es 2010 mit einem Projekt in Mosambik.

 

Heide Zwirner hat in Chimoio im Ernährungsprogramm für Babys tolle Arbeit geleistet; wir haben Heide von 2010 bis 2016 durch die Finanzierung von wertvollen Hilfskräften unterstützt, ohne deren Hilfe die gute Pflege der Babies nicht möglich gewesen wäre.  Heide arbeitet derzeit an einem neuen Projekt im Norden von Mosambik– sobald dies startet, sind wir wieder mit dabei.

 

Die „Schule auf der Straße“ auf den Philippinen war unser zweites Projekt; hier sind wir seit 2011 dabei – und zwar indem wir über unseren Kooperationspartner „Aktion Wasserbüffel“ die Aufwandsentschädigungen für einige der dort tätigen Lehrkräfte übernommen haben.

 

In 2013 kam dann unsere strategische Partnerschaft mit Ident Africa dazu.Ident Africa, gegründet von Fred-Eric Essam, kümmert sich um einen kleinen Ort im Norden von Kamerun namens Boboyo.Die Heider-Kober-Stiftung hat am Anfang die Installation einer Photovoltaikanlage finanziell unterstützt. Später haben wir die Stelle einer Krankenschwester sowie die Stellen zweier Lehrkräfte für den Nähunterricht finanziell sichergestellt.In 2018 kam dann unser bisher größtes Projekt: Ein Brunnen für Boboyo und der Aufbau eines Schul- und Gemeinschaftsgartens; ein Projekt, das vor Ort eine regelrechte Euphorie und Aufbruchstimmung erzeugt hat und von dem wir uns eine spürbareVerbesserung der Lebensbedingungen in Boboyo erwarten!

 

 

Abb. Das Team der Gartenkooperative im Einsatz. Im Hintergrund die Vorschule von Boboyo.

 

Wer mit dabei sein möchte, kann uns entweder durch Spenden oder auch durch eine Zustiftung auf eines der beiden unten genannten Konten unterstützen. Für beides sind wir dankbar!

 

Spendenkonto: IBAN: DE81 700 205 00 375 1690 169 bei der Bank für Sozialwirtschaft,

Zustiftungen: IBAN: DE35 700 205 00 682 1690 169 bei der Bank für Sozialwirtschaft

Hoffentlich wird es unser kleines Weihnachtspaket rechtzeitig bis zum Weihnachtsfest in Lichinga, im Norden von Mosambik gelegen, ankommen. Über den Trans-Sahara-Higway wären es laut Google.de/maps immerhin 12087 km, die es zurück zu legen gilt. Wieder mit dabei sind ein paar Medikamente, (Wundschutz-) Creme,  Mal- und Spielzeug ... all das, was  Heide Zwirner bei ihrer medizinischen Arbeit mit Kindern gut gebrauchen kann.

Das hätte man sich in Singen auch nicht gedacht, dass der Tafelgarten an der Schaffhauser Straße Pate stehen würde für einen Schul- und Gemeinschaftsgarten in der kleinen Gemeinde Boboyo ganz im Norden von Kamerun. Zu verdanken haben dies die Bewohner von Boboyo letztlich einem IT-Projekt in Singen. Dem Freiburger Stephan Heider, der dieses IT-Projekt mit begleitete, kam damals auf seinem Weg zu den Projektsitzungen regelmäßig am Tafelgarten vorbei. Heider, der in den 90er Jahren ebenfalls Arbeitslosenprojekte geleitet hatte, war von der Idee des Tafelgarten regelrecht begeistert. „Die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkei­ten aber auch die Verbesserung der eigenen Lebensumstände in einem nachhaltigen, naturna­hen Umfeld sind eindeutige Pluspunkte,“ so Heider. Heider, der vor etwa 10 Jahren mit seinem Bruder und dem aus Steißlingen stammenden Steffen Kober die kleine Heider-Kober-Stiftung gegründet hatte, erinnerte sich an den Tafelgarten, als im Rahmen einer strategischen Koope­ration mit dem Kölner Verein ident.africa e.V. neue Projektideen für Boboyo gesucht wurden. Die Idee des Tafelgarten schien für Boboyo regelrecht prädestiniert. Auch wenn sich die Ziel­setzung mit der Schaffung eines Schul- und genossenschaftlichen Gemeinschaftsgartens noch ein wenig abänderte, ist Heider für den Ideenanstoß mehr als dankbar. „Wenn man sieht, wie der Garten in Boboyo angenommen wird und wie groß das Engagement der Bevölkerung vor Ort ist, dann ist das schon sehr bemer­kenswert.“ Es herrsche eine regelrechte Aufbruchstimmung, so Fred-Eric Essam, Vorstand von ident.africa e.V., der das Projekt vor Ort primär umsetzte. Seine Idee war auch die Gründung einer Gar­tengenossenschaft, damit sich die Initiati­ve dauerhaft selbst tragen kann, und die Anbindung an die von ihm gegründete Vorschule in Boboyo. Und so ging alles Schlag auf Schlag. Zunächst stellte die Gemeinde der Genossenschaft unentgelt­lich ein ausreichend großes Grundstück zur Verfügung. Und seit Dezember 2017 wurde vom neu gegründeten Genossen­schaftsteam der Boden gerodet und urbar gemacht, Setzlinge gezogen und ge­pflanzt.


Abb.: Das Team der Gartenkooperative in Boboyo

Von der Heider-Kober-Stiftung wurde ein Brunnen in der Nähe der Vorschule finanziert, mit dem neben dem
Trinkwasserbedarf der Vorschule v.a. die Bewässerung der Gärten im doch recht regenarmen Norden von Kamerun
sichergestellt werden soll; eine Grundvor­aussetzung für nachhaltige Gartenarbeit. Für die erste Ernte ist also alles
bereit. Mit ihr soll primär die Grundversorgung der Vor­schulkinder sichergestellt werden. Aber na­türlich profitieren
auch die ausschließlich weiblichen Genossenschaftsmitglieder von den Ernteerträgen. Im nächsten Projektab­schnitt
wird, so Fred-Eric Essam von ident.­africa e.V., eine Verzahnung mit dem Schul­unterricht erfolgen, um so mit den
Kindern praktisch im Schulgarten arbeiten zu kön­nen. Weitere Themen sind hier die gesunde Ernährung und Aspekte
der Nachhaltigkeit. Dafür wurden be­reits Gartenfachkräfte eingestellt, die sowohl die Genossenschaft als auch die
Vor­schule fach­lich unterstützen soll. Und auch die Rektorin der Vorschule ist von dem Erfolg des Projekts mehr als
überzeugt: „Da ist was ganz tolles in Bewegung!“
   
© ALLROUNDER